1. Mai: Die NPD in die Schranken weisen!



Am Tag der Arbeit mobilisiert die NPD aus ganz NRW Nazis nach Bochum. Mit ihren menschenverachtenden Parolen wollen sie gegen Geflüchtete hetzen. Der Bochumer Landesvorsitzende der NPD will mit der Kundgebung versuchen, seine Macht in der Nazi-Partei zu festigen. Als GRAS wollen wir der NPD den Tag vermiesen und sie daran hindern, aufzumarschieren! Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich den Nazis in den Weg zu stellen und den 1. Mai zu einem antifaschistischen Fest der Mitmenschlichkeit zu machen.

Studentenverbindung: Eine Reise in die Vergangenheit



Mittwoch besuchten einige Vertreter*innen der hochschulpolitischen Listen aus dem Studierendenparlament die Studentenverbindung Ubia Brunsviga. Auch als GRAS haben wir daran teilgenommen. Wir haben uns diese Entscheidung jedoch nicht leicht gemacht. Allerdings hatten wir die Befürchtung, dass die AStA-tragenden Listen keine kritischen Fragen stellen würden. Leider wurde unsere Befürchtung bestätigt.

GRAS gegen Korporierte


Von den AStA-tragenden Listen waren nur die Jusos und die GEWI vertreten, sie stellten an die Mitglieder der Studentenverbindung keine einzige Frage. Auch der RCDS war mit dabei, über ihn wurde der Kontakt zur Verbindung hergestellt. Nur die Mitglieder der GRAS stellten deutliche Fragen. Aus unserer Sicht argumentierten die Verbindungsstudenten wie Mitläufer. Kein einziger inhaltlicher Grund wurde genannt, warum sie in die Verbindung gegangen sind. Einer meinte, dass das Wohnheimzimmer sehr günstig war und er dadurch die Menschen kennengelernt hat und dort geblieben ist. Ein anderer sagte, dass schon sein Vater und Großvater bei der Ubia Brunsviga Mitglied waren. Alle Korporierten betonten, dass die Gemeinschaft und der Zusammenhalt untereinander das Wichtigste sei. Jedoch kann es dieses Gefühl aus unserer Sicht in jeder anderen Gruppe auch geben. Auf unsere Frage, was die Verbindung von anderen Vereinen unterscheidet, hieß es immer wieder: Das Lebensbundprinzip!

„Frauen haben kein Interesse“


Unsere Kritik, dass Frauen* nicht aufgenommen werden, wurde schlicht damit abgetan, dass alle Fechten müssten und Frauen* würden nicht fechten wollen. Der Grund des Fechtens, war für uns nicht ersichtlich. Sie selbst gaben als Beweggrund die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls sowie eine höhere Verbindlichkeit durch diese Aufnahmehürde an. Wenn man die facebook-Seite der Verbindung betrachtet, fällt die Ubia Brunsviga ohnehin nur mit Saufgelagen und sexistischen Bildern auf. Vielleicht stören sich einige Frauen* ja auch daran.

Rechts sind immer nur die anderen


Wir haben die Verbindungsstudenten immer wieder mit rechten Vorfällen in ihrem Dachverband, dem Coburger Convent, konfrontiert. Aber sehr vergleichbar zu einem AfD-Kreisverband, sind immer nur die anderen rechts, aber sie selbst natürlich nicht. Warum sie dann aber noch nie einen Antrag auf Ausschluss der offensichtlich extrem rechten Verbindungen gestellt haben, bleibt ihr Geheimnis. Die Ubia Brunsviga ist, laut ihren Mitgliedern, völlig unpolitisch. Aber sie lehnen angeblich „linken und rechten Extremismus“ ab.

Bund fürs Leben


Der Besuch dieser Verbindung war für uns wie eine gruselige Reise in die Vergangenheit. So in etwa müssen Studierendenschaften in den 50er Jahren ausgesehen haben. Natürlich haben wir als Liste GRAS auch Bedenken gegenüber Studentenverbindungen. Leider fühlen wir uns nun aber bestätigt darin, dass solche Gruppen sinnlos sind. Sie schließen Frauen* aus, ohne auch nur irgend ein Argument dafür zu haben, sie praktizieren Vaterlandsliebe, ohne definieren zu können, was das ist, sie betreiben martialische Kampfsportarten, sie geben sich unpolitisch, wollen aber nichts gegen extrem Rechte Korporierte tun, sie stehen für ein patriarchales Lebensbundprinzip, dass eher an den Militarismus des 19. und 20. Jahrhundert erinnert. Als GRAS lehnen wir solche Zusammenschlüsse weiterhin ab: Sie passen nicht zu einer modernen und weltoffenen Universität und Gesellschaft!

Studierende verlieren Geld – NAWI und Jusos tragen Mitschuld

Der Juso-NAWI-AStA hatte 2014 einen Vertrag mit dem Carsharing-Unternehmen Citeecar trotz massiven Protestes von Seiten der damaligen Opposition abgeschlossen. Unser Parlamentarier Sebastian Pewny erklärte schon damals dem Studierendenparlament, dass Citeecar eine starke Bindung zum risikoreichen Investment-Banking habe und die angebotenen Preise nicht kostendeckend und niemals langfristig haltbar seien. Ferner betonte er, dass es andere seriösere Carsharingunternehmen im Ruhrgebiet gebe *1. Auch auf Fragen nach Werbepartner*innen zur Finanzierung ihres Konzeptes musste das Unternehmen in der damaligen Sitzung des Studierendenparlamentes eingestehen keine in Aussicht zu haben *1. Ein AStA-Mitglied der Liste NAWI begründete die Hoffnung des AStA in den Citeecar-Vertragsabschluss gar so:

„Wir erhoffen uns eine deutlich bessere Mobilität zur RUB. Studierende, die sich kein Fahrzeug leisten können, können durch diese Möglichkeit z.B. für das Einkaufen etc. die Fahrzeuge nutzen.“

Trotz aller Warnungen beschloss das Studierendenparlament mit der Mehrheit der Juso-NAWI-Koalition den Vertrag mit dem Carsharing-Unternehmen Citeecar. Es folgte eine große Kampagne des AStA auf dem Campus und eine massive Selbstbeweihräucherung der Jusos und der Liste NAWI auf Wahlplakaten, Flyern und ähnlichem. Knapp zwei Jahre später ist das Unternehmen in der Insolvenz. Gebuchte Fahrten konnten bis zum 24.01.2016 getätigt werden. Die teuren Jahreskilometerpakete von bis zu 500,00 Euro, welche Studierende im Vorfeld bezahlt haben sind nicht mehr abrufbar und eine Rückerstattung ist ausgeschlossen. Auf seiner Website erklärt das Unternehmen, dass die getätigten Vorauszahlungen nun Teil der Insolvenzmasse seien und man Forderungen an den Insolvenzverwalter stellen solle. Es wird bereits von möglichen Quotenzahlungen gesprochen, also ist es unwahrscheinlich, dass jemals alles zurückgezahlt wird. Unser Experte für Infrastruktur und Verkehrsfragen Sebastian Pewny erklärt dazu:

„Jusos und NAWI tragen eine Mitschuld an dem Dilemma, dass nun einige Studierende enorme Verluste eingefahren und ggf. sogar in eine finanzielle Schieflage geraten sind. Es ist mir unbegreiflich, mit welcher Naivität der damalige AStA, aber auch seine Nachfolger*innen die Warnungen aus der Hochschulpolitik ignoriert haben. Wir fordern den AStA auf unverzüglich die Zusammenarbeit zu beenden und die Werbung von seiner Website zu entfernen!“

Der AStA hält es noch nicht einmal für notwendig die Studierenden über die Insolvenz oder die folgen daraus zu informieren. Die GRAS dagegen wird im Studierendenparlament die ganze Entwicklung weiter kritisch hinterfragen und den AStA mit den neuen Erkenntnissen konfrontieren. Auch werden wir zusehen, dass die Studierendenschaft den Studierenden hilft, welche unverschuldet in dieses Dilemma hineingeraten sind. Informationen und Transparenz sind für uns wichtig, deswegen hier schon einmal das gerichtliche Aktenzeichen zum Insolvenzverfahren: 36c IN 6705/15

*1 Quelle: Protokoll der Novembersitzung des 47. Studierendenparlamentes der RUB

queer corner


Trotz des grauen Charmes:
Die Ruhr-Uni ist bunt, vielfältig und lebensfroh!

Das Uni-Leben steht für Freiheit, Experimente und das Schauen über den Tellerrand. Hier ist einer der wenigen Orte, an denen Menschen, die von Diskriminierung bedroht sind, geschützte Räume haben, in denen sie sich austauschen können. So gibt es neben dem Autonomen Ausländer*innen-Referat, das Referat für Menschen mit Behinderungen und sämtlichen Beeinträchtigungen, das Schwulenreferat sowie das FrauenLesbenreferat.

Alle Menschen sind verschieden, aber gleich!



Als GRAS stehen wir für die völlige Gleichstellung von allen Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung oder Identität, ihres Gesundheitszustandes, ihrer Herkunft oder ihrer Staatsangehörigkeit. Leider werden auch heute noch meist Menschen diskriminiert, die nicht einer weißen, männlichen, heterosexuellen und „gesunden“ Norm entsprechen. Dagegen wollen wir energisch vorgehen.

Autonome Referate unterstützen



Aus unserer Sicht muss ein AStA alles tun, um die Autonomen Referate zu unterstützen. Wir wollen ihnen keine Knüppel zwischen die Beine werfen, wie es der aktuelle AStA tut. Rein rechtlich führt der Allgemeine Studierendenschauschuss zwar die Aufsicht auch über diese Referate, aber ihre politische Autonomie muss ihnen zugebilligt werden. Wir wollen diese Selbstständigkeit und Eigenverantwortung stärken, statt sie zu gängeln.

queer und feministisch



Als Grüne & Alternative Student*innen sind wir mit ganzem Herzen Feminist*innen. Wir streiten für eine Welt, in der die Dominanz von Männlichkeit beendet wird, damit alle Menschen gleichberechtigt und frei leben können. Dazu wollen wir im AStA auch verstärkt feministische Veranstaltungen organisieren. Wir wollen dabei eng mit den Autonomen Referaten zusammenarbeiten. Außerdem wollen wir queere Partys wie die Gender Terror wieder an der RUB holen.

Gegen Mehrfachdiskriminierungen vorgehen



Ein besonderes Augenmerk wollen wir auf Veranstaltungen setzen, die die aktuelle Situation von mehrfach diskriminierten Personen behandeln. Menschen werden aufgrund ihres Geschlechts, aber auch wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer Religion benachteiligt und angefeindet. Über diese Mehrfachbelastungen wollen wir aufklären und gegen sie vorgehen.

Angst und Empowerment



Neben wissenschaftlichen Veranstaltungen, wollen wir aber auch praktische Projekte angehen. Selbstverteidigungskurse für Frauen* wollen wir unterstützen. Aber auch die Sicherheit von bedrohten Menschen wollen wir erhöhen. Die bessere Beleuchtung des Campus sowie der Wege zu und von Wohnheimen, könnten dazu ein erster Schritt sein.

Sozial und international


Wir wollen in einer solidarischen Welt leben, um das zu erreichen, müssen wir damit vor Ort anfangen. Die Studierendenschaft soll zum sozialen Ausgleich beitragen und genaus dies wollen wir als GRAS in Angriff nehmen.

Mitmenschlichkeit ist eine Waffe!



Seit dem diese AStA-Koalition im Amt ist, fühlen sich einige der Angestellten des AStA nicht gut behandelt. Ein neuer Tiefpunkt ist die Einführung von Zeiterfassungsgeräten zu Beginn 2016. Studierendenchaften sollten soziale Arbeitgeberinnen sein, die mit ihren Angestellten auf Augenhöhe zusammenarbeiten und ihnen vertrauen. Es gibt sogar Angestellte, die sich bereits ihre Rente herbeisehnen. Natürlich werden wir hier keine Namen nennen, da wir Angst haben, dass der AStA ihnen dann noch mehr Probleme machen könnte. Als GRAS wollen wir eine Studierendenschaft, die menschlich mit ihren Mitarbeiter*innen umgeht!

Open all borders



Der derzeitige AStA hat die Finanzierung der Deutschkurse leider eingestellt. 30.000 Euro haben sie den zukünftigen ausländischen Studierenden einfach weggenommen. Das finden wir als GRAS natürlich Scheiße! Gerade jetzt, wo viele Menschen vor Krieg und Terror fliehen und versuchen sich ein neues Leben, auch in Bochum aufzubauen. Viele Menschen - z.B. aus Syrien - möchten an der RUB studieren und die Unileitung öffnet ihre Arme. Der AStA macht hingegen die Türen zu. Ein Skandal! Wir wollen, dass die Deutschkurse nicht nur wieder finanziert werden, wir wollen auch die Kosten deutlich ausbauen. Dazu können auch Programme der Europäischen Union und der Bundesregierung genutzt werden.
Fast jeden Tag werden Flüchtlingsunterkünfte, Gebäude stehen in Flammen, Menschen, die aus Afrika geflohen sind, werden zusammengeschlagen, beschimpft und bespuckt. Rechte und konservative Parteien hetzen gegen Schutzsuchende, Nazis bedrohen sie mit dem Tode. Dem müssen wir uns entgegenstellen und Mitmenschlichkeit mit allen Menschen zeigen, die bei uns Schutz suchen. Die Ruhr-Uni tut Einiges, um Geflüchtete zu unterstützen und selbst der AStA hat ein paar Dinge angepackt. Doch es gibt noch viel zu tun! Als GRAS wollen wir die Beratungen für Schutzsuchende deutlich ausbauen, auch in Fragen zu Asyl und möglichen Abschiebungen werden wir ihnen beistehen. Geflüchtete sollen verstärkt in alle Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden. Gemeinsam wollen wir für eine bessere Welt, ohne Zäune und Grenzen streiten.

100 Prozent sozial



Als GRAS wollen wir einen sozialen Ausgleich für alle Studierenden. Menschen, die sich den Sozialbeitrag nicht leisten können, wollen wir stärker unterstützen. Der aktuelle AStA schöpft dafür nicht einmal die vorhandenen Töpfe aus. Außerdem wollen wir zusammen mit dem Akafö dafür sorgen, dass notleidenen Menschen das Angebot gemacht wird, die nicht verkauften Lebensmittel verzehren zu können. Dazu wollen wir, dass die Uni-Mensa regelmäßig ihre Türen öffnet und Menschen gemeinsam speisen können. Auch für alleinerziehende Student*innen wollen wir die Angebote ausbauen. Auch mit der Hilfe eines Teilzeitstudiums und der verstärkten Unterstützung des Vereins Spielraum.

Demokratisch und befreit


Als GRAS stehen wir für mehr Teilhabe und Mitbestimmung. Wir wollen, dass insbesondere die Fachschaften gestärkt werden. Die Interessen und Wünsche der FSVK (Fachschaftsvertreter*innen-Konferenz) wollen wir unterstützen. Ihre Autonomie ist uns genauso wichtig, wie die der Autonomen Referate. Denn die Studierendenschaft kann nur gemeinsam etwas erreichen.

Hilfskräfte stärken



Uns ist auch ein großes Anliegen, dass die Studentischen Hilfskräfte (SHKs) mehr Rechte erhalten. Während der Wahl zum Studierendenparlament sollte das erste Mal auch die Interessenvertretung der SHKs gewählt werden.

Transparenz und Mitbestimmung



Der aktuelle AStA ist leider wenig transparent, das wollen wir ändern. Die Protokolle, die ein AStA über seine Arbeit und seine Entscheidungen anfertigt, müssen auch rechtzeitig veröffentlicht werden. Wir wollen, dass der AStA sich regelmäßig den Studierenden stellt und zwar u.a. auf Vollversammlungen. Dort kann der AStA nicht nur seine Arbeit präsentieren, sondern auch über wichtige Entscheidungen mitbestimmen lassen. Als GRAS wollen wir mindestens eine Vollversammlung pro Semester durchführen und alle Studierenden mit einbeziehen.

Informationsfreiheit



Wir nehmen Informationsfreiheit ernst und wollen nicht nur die Arbeit des AStAs öffnen, sondern auch mehr Informationen aus der Unileitung und den Gremen der akademischen Selbstverwaltung an alle Studierenden weitergeben.

Von hier aus die Welt verändern



Gesellschaftliche Veränderungen gingen häufig von Universitäten aus. Doch dies ist leider nur noch selten der Fall. Wir wollen das ändern!
Als GRAS wollen wir uns für eine freiere, demokratischere und sozialere Gesellschaft einsetzen. Dazu wollen wir auch Initiativen unterstützen, die ebenso für eine bessere Welt streiten.
Dazu gehören Wohnungslosen-Initiativen, ebenso wie Antifagruppen, Öko-Inis und antirassistische Gruppen.
Wir möchten aber auch den Wandel in der Bildungspolitik wieder verstärkt kritisch begleiten. Auch durch Protestaktionen. Ohne die Besetzungen - auch des Bochumer Audimaxes - wären 2010 z.B. niemals die Studiengebühren abgeschafft worden. Diese Kultur der Gemeinschaft und der Solidarität wollen wir in der Studierendenschaft wiederbeleben.

Progressive Wissenschaften unterstützen



Linke und progressive Wissenschaften werden an der Ruhr-Uni nur unzureichend angeboten. Wir wollen, dass eine Studierendenschaft sich auch in den Wissenschaftsbetrieb einmischt und selbst wissenschaftliche Veranstaltungen anbietet. Dazu sollte der AStA auch mit Wissenschaftler*innen zusammenarbeiten und versuchen, über den Tellerrand des klassischen Unibetriebs hinauszuschauen. Feministische Wissenschaften und soziologische Forschung können die Gesellschaft verändern. Aber auch Natur- und Igenieurwissenschaften können genauso für den gesellschaftlichen Wandel genutzt werden, hin zu einer progressiveren Gemeinschaft.

In den Verkehr gestürzt


Alle Erhebungen zeigen, dass fast achtzig Prozent der Student*innen auf das Auto verzichten und stattdessen mit dem öffentlichen Personennahverkehr, dem Fahrrad oder zu Fuß zu unserer Universität anreisen.

Endlich den ÖPNV ausbauen!



Wir als GRAS haben uns intensiv mit dem Thema U35 beschäftigt und durch unsere Verbindungen zum VCD herausgefunden, dass eine Umstrukturierung der U35 möglich ist. Die 12 älteren Modelle der U35 werden in nächster Zeit überholt. Dabei könnte die BOGESTRA ein 10 Meter langes Erweiterungsmodul in jeden zweiten Wagen einbauen. Dadurch würde die immer im Doppelzug fahrende U35 entschieden verlängert. Da die Türen der älteren Fahrzeugmodelle nicht am Ende des Fahrzeuges sind, müssten die Bahnhöfe nicht umgebaut werden. Insgesamt ließe sich durch diese Erweiterung der U35 die stündliche Kapazität um bis zu 260 Prozent erhöhen. Außerdem kann die BOGESTRA in Kooperation mit der Stadt Bochum eine Taktverdichtung der U35 auf 2,5 Minuten realisieren. Als GRAS fordern wir die hierfür überschaubaren Investitionen von rund 4,8 Millionen Euro zu tätigen. Nach der massiven Erhöhung des Semestertickets durch den VRR können wir solche Investitionen als Kund*innen durchaus erwarten. Wir werden über unsere Kontakte beim VCD und unser Mitglied im Bochumer Ratsausschuss für Mobilität und Infrastruktur diesen Weg konsequent fordern. Neben diesen Maßnahmen fordern wir auch eine Taktverdichtung der Buslinien aus Langendreer zur Universität und den Anschluss der U35 an den S-Bahnhof in Bochum-Langendreer. Auch wollen wir im AStA dafür streiten, dass die Straßenbahnlinie 302 über das ehemalige Opelgelände geführt wird, da hier später einmal eine Campuserweiterung geplant ist. Für die Einführung von flächendeckendem W-LAN im BOGESTRA-Verkehrsnetz sowie USB-Ladestationen werden wir uns ebenso im AStA engagieren.

Radverkehr stärken!



Ein Herzensanliegen ist uns der Radverkehr. Wir wollen im AStA dazu beitragen, dass das Fahrradverleihsystem weiter ausgebaut und das Angebot solidarisch im ganzen Ruhrgebiet zu attraktiven Konditionen angeboten wird, denn nicht alle Studis kommen aus Bochum. Wir werden dazu auch mit dem VRR und der BOGESTRA reden. Ein weiteres Anliegen ist uns der Radwegeausbau. Bochum hat hier erheblichen Verbessrungsbedarf. Wir wollen ein starkes Radwegenetz. Es ist deswegen auch sehr wichtig auf dem Campus Barrierefreiheit zu schaffen und eine vernünftige Infrastruktur für Rollstühle und Fahrräder zu ermöglichen.

Mobilität in Gänze verstehen



Wir wissen, dass nicht immer auf eine Anreise mit dem Auto verzichtet werden kann. Wohnt jemand beispielsweise im Sauerland auf dem Dorf, oder die Deutsche Bahn hat mal wieder Verspätung kann das Auto ein hilfreiches Verkehrsmittel sein. Wir wollen im AStA ein Mitnahmeprojekt starten und euch die Chance geben die leeren Plätze in eurem Auto zu teilen. Auf dem Campus setzen wir uns für eine vernünftige Verkehrsführung und mehr Parkraum ein. Hier gilt es innovative Lösungen zu finden. Eine Möglichkeit kann sein, endlich unnötige Halteverbote oder auch die priviligierten Dozent*innenparkplätze abzuschaffen!
Wir als GRAS streiten für ein integriertes Mobilitätskonzept, welches über das MOVE 2020-Projekt der RUB hinausgeht. Wir wollen im AStA dafür ein Mobilitätsreferat einführen, welches sich darum kümmert die Student*inneninteressen bei Stadt, Land, Rektorat, BOGESTRA und VRR zu vertreten. Wir fordern einen studentischen Sitz im städtischen Mobilitätsbeirat!

Die Grüne Ruhr-Uni


Die Ruhr-Uni ist eine der größten und teuersten Baustellen des Landes. Weit über eine Milliarde Euro wird die gesamte Campusmodernisierung kosten. Warum sollte in diesem Zusammenhang dann nicht auch ein ökologisches Vorzeigeprojekt entstehen? Mit der Umwelttechnik könnte sogar studentisches Know-How genutzt werden. Als GRAS wollen wir eine RUB, die alle ökologischen Möglichkeiten ausschöpft. Eine Uni, die ihre Energie und Wärme selbst erzeugt, die Regenwasser nutzt und noch so viel mehr.

Aber warum sollte die Unileitung so sehr auf Ökologie setzen, wenn nicht einmal der AStA das tut? Im AStA gibt es kein Ökologiereferat! Diesen Umstand müssen wir sofort wieder ändern! Wir brauchen ein Referat für Ökologie, Nachhaltigkeit und Verkehr.

Die Uni in vollen Zügen genießen!



Als GRAS sind wir ein wenig verrückt oder sind wir einfach nur der Zeit etwas vorraus? Wir wollen eine Cannabis-Abgabestelle auf dem Campus! Die Cannabispflanzen können im botanischen Garten angebaut werden, Biolog*innen, Chemiker*innen, Mediziner*innen und Soziolog*innen können das Projekt begleiten, denn so ist eine Genehmigung durch das Gesundheitsministerium möglich. Die RUB könnte so zur Vorreiterin für die Legalisierung von Cannabis werden!
Zur Freiheit gehört aber auch, mal abschalten zu können. Dazu wollen wir einen Ruhe- und Schlafraum an der RUB schaffen. Einen Ort mit Betten und Hängematten, an dem alle zwischendurch ein Schläfchen machen können, aber auch mal über Nacht eine Zuflucht finden, wenn z.B. die letzte Bahn nachhause verpasst wurde.

Tierversuche sind unvertretbar!



Seit vielen Jahren experimentieren Wissenschaftler*innen an der Ruhr-Uni mit Tieren. Mit Mäusen, Tauben, Kleinsttieren und lange auch mit Affen. Wir sind der Meinung, dass dies keine moderne Wissenschaft ist. Es gibt Alternativmethoden zu Tierversuchen, die meistens sogar besser und insbesondere aussagekräftiger sind. Als GRAS wollen wir, dass die Ruhr-Uni einen Lehrstuhl für die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen einrichtet und so schnell es irgend geht auf alle Tierversuche verzichtet.

AStA im Esoterik-Wahn?


Was ist denn da los? In der Mensa liegen Flyer des konservativen AStA zur sogenannten Solidarischen Landwirtschaft. Endlich mal ein Öko-Thema! Der AStA dachte wohl, kurz vor der Wahl zum Studierendenparlament, muss noch ein ökologisch-soziales Thema her, denn über das ganze Jahr hinweg, wurde es ja nicht einmal erwähnt. Solidarische Landwirtschaft ist etwas sehr Gutes, Bäuer*innen arbeiten zusammen und unterstützen sich gegenseitig.

Aber Vorsicht! Am 3. Dezember kommt nun Klaus Strüber, Demeterlandwirt und hält einen Vortrag zu Solidarischer Landwirtschaft und Zugpferdearbeit. Das klingt erst einmal ein wenig wirr, aber vielleicht auch ganz nett. Ist es aber leider nicht!

Anthroposophie, Eso-Wahn und Tierleid


Die sogenannte biologisch-dynamische Landwirtschaft, unter dem Label Demeter, ist ein wahnhaft-magisches Gebilde, von dem sich echte Bio-Bäuer*innen distanzieren. Es wird Kuhmist in Kuhhörner gestopft und ein Jahr lang vergraben und anderes obskures. „Das Mondlicht entfaltet seine größte Wirkung, wenn es auf das Hinterteil eines Tieres scheint“, ist eine der bekanntesten Weisheiten des Gründers dieser Landwirtschaft, Rudolf Steiner. Ja, genau dieser Steiner, der ein großer Freund der Rassenlehre war, der von „Ariern und Negern“ gefaselt hat und dem die Nationalsozialisten in Scharen hinterhergelaufen sind. Dieses rechts-esoterische Wahngebilde ist echt gefährlich und einen ökologischen Nutzen hat es trotzdem nicht. Aber für Tiere könnte es ja wenigstens gut sein. Ist es aber auch nicht! Es wird auf Maschinen verzichtet, dafür werden Tiere großen Strapazen ausgesetzt und vegan sind die Lebensmittel auch nicht. Die sogenannte biologisch-dynamische Landwirtschaft, dessen wichtigster Vertreter Klaus Strüber ist, vereint die schlechtesten Elemente des Ökolandbaus mit Tierleid und Wahnvorstellungen. Die positiven Aspekte von ökologisch-sozialer Landwirtschaft spielen hier fast keine Rolle!


Deswegen, lieber AStA, sagt die Veranstaltung ab! Und recherchiert, bevor ihr wieder obskure Menschen einladet.

Die alte Tante AStA



Alte Tante AStA, du warst mal ein Hort des Träumens. Eine Einrichtung der Revolution, ein Ort des Fortschritts. Mit dir wollten junge Menschen die Welt verändern. Zu was bist du nur geworden?

Was ist aus dir nur geworden?



Doch heute bist du eine bürokratische Anstalt. Nichts weiter. Der aktuelle AStA interessiert sich ja nicht einmal für Politik. Er will einfach nur verwalten. Paragraphen sind ihre einzige Motivation und Geld vielleicht noch. Nicht umsonst haben sie ihre Gehälter um bis zu 30 Prozent erhöht. Aber das ist ja nicht einmal das Schlimmste. Das Entwürdigenste ist, dass sie ihre Angestellten nicht solidarisch behandeln, sondern auch nur bürokratisch. Wo Bürokratie zur einzigen Motivation wird, kann es keine Menschlichkeit geben. Vielleicht sind deswegen auch so viele AStA-Referent*innen unwillig auch nur einen Finger zu rühren. Ein neuer Tiefpunkt soll die digitale Arbeitszeiterfassung der fest Angestellten werden.

Es ist ein Trauerspiel



Kaum eigene Veranstaltungen werden organisiert, die AStA-Homepage ist ein halbes Jahr lang nicht aktuell. Heute ist dort nicht einmal der Haushalt der Studierendenschaft zu finden. Aber wen interessiert das im AStA schon. Schon vom ersten Tag an gab es keinen Elan, keinen Wunsch für Veränderung. Wo sind die Partys im Innenhof des AStA? Wo sind die coolen Plakate auf dem AStA-Flur? Aus unserer Sicht hat dieser AStA den Charme eines Arbeitsamtes, nur dass hier nicht gearbeitet wird. Wir fragen uns, warum diese Leute überhaupt in den AStA wollen. Sie könnten das doch gerne Menschen überlassen, die etwas bewegen wollen und auch Lust haben, zu arbeiten.

Unternehmen AStA



Aber nicht nur der bürokratische Flair umgibt diesen AStA, auch die neoliberale Attitüde eines Unternehmens. In den vergangenen Jahren hat diese AStA-Koalition mehrere Verträge mit verschiedenen Unternehmen gemacht. Klassische AStA-Arbeiten, wie das Layouten von Flyern wurden ausgelagert.

Große soziale Schieflage



Dieser AStA hat aber nicht nur intern einen rauen Ton. Er hat auch vor ein paar Jahren die Finanzierung der AStA-Deutschkurse eingestellt. Eine Sozialkürzung von 30.000 Euro. Gerade in der jetzigen Situation eine Katastrophe. Dabei könnten heute sogar EU- und Bundesmittel dafür eingesetzt werden. Und dabei nimmt die Studierendenschaft immer mehr Geld ein. Durch die hohen Studierendenzahlen und den höchsten Sozialbeitrag in der Geschichte dieser Uni verfügt der AStA über sehr hohe Mittel.
Als GRAS wollen wir hingegen, dass der AStA endlich wieder die Kurse finanziert und noch ausbaut. Zusammen mit dem Akafö sollte es Speisungen geben für Menschen, die sich das Essen nicht leisten können. Es bleibt meistens genug übrig dafür.

Dieser AStA muss abgelöst werden



Der aktuelle AStA ist unsozial, unsolidarisch, intransparent, verhindert Autonomie und er ist unpolitisch. Deswegen wollen wir ihn ablösen!

Heben wir die Welt aus den Angeln!

Diese Welt ist voll von Leid und Terror, doch wir können sie besser machen, gemeinsam. Genau das wollen wir. Wer wir sind? Wir sind die GRAS, die Grünen und Alternativen Student*innen Bochum.

Gesellschaftliche Veränderungen gingen immer wieder von Universitäten und insbesondere Student*innen aus. Doch unsere Uni und leider auch unser AStA wollen das gar nicht. Sie sind zu Verwalter*innen der bestehenden Verhältnisse geworden. Marktkonforme Universitäten entstehen und auch der konservative AStA sieht sich immer mehr als Unternehmen, statt einer Keimzelle des gesellschaftlichen Wandels. Dies wollen wir ändern!

Wir sind ein bunter Haufen von Student*innen aus allen Fachbereichen, uns verbinden gemeinsame Werte: Diese sind Ökologie, Solidarität, Basisdemokratie, Feminismus und das Streiten für eine befreite Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen haben, in der kein Mensch diskriminiert wird, aufgrund von Kategorien wie Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Identität, einem Migrationshintergrund, einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung. Alle Menschen sollen gleich behandelt werden.

Wir stellen der herzlosen Bürokratie des AStA, das lustvolle Streiten für eine bessere Welt entgegen. Es gibt viel zu tun. Der AStA muss sozialer werden und finanziell benachteiligte Studierende besser unterstützen. Er muss ökologischer werden und sich endlich stärker in die Campusmodernisierung und die Verkehrsplanungen der Stadt einmischen. Er muss mutiger und politischer werden, es müssen wieder die großen Fragen des Lebens behandelt werden. Er muss transparenter und demokratischer werden, die Fachschaften und die Autonomen Referate müssen wieder solidarisch und auf Augenhöhe behandelt werden.

Erich Fried hat es einmal schön gesagt: „Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt.“ Wir wollen die Welt aus den Angeln heben, fangen wir bei der Studierendenschaft an!

GRAS bringt frischen Wind!

Wir sind gekommen, um die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen.


Mit 80 Kandidat*innen gehen wir in unsere erste Wahl zum Studierendenparlament der Ruhr-Uni Bochum. Es ist an der Zeit, die RUB ökologisch und sozial umzusteuern. Wir müssen konsequent einen Weg in die moderne Gesellschaft wagen.

Die Studierendenschaft gleicht derzeit eher einer bürokratischen Behörde, als einem Ort der Menschlichkeit und des gesellschaftlichen Wandels. Dies müssen wir ändern! Unser Ziel ist es, den aktuellen AStA abzulösen und mit frischen Ideen für eine solidarische, feministische, basisdemokratische und ökologische Studierendenschaft zu verändern.

Unsere TOP10 sind:


1. Nina von Witzleben
2. Sebastian Pewny
3. Franziska Pennekamp
4. Leon Schmitz
5. Marja Küpper
6. Pascal Krümmel
7. Kim Krogull
8. Patrick Vosen
9. Mara Arnold
10. Benny Krutschinna

Unsere weiteren Wahlkampfforderungen und Themen erfahrt ihr hier in Kürze.

Sigmar Gabriel kommt an die RUB – kein Grund zum Feiern!

Im Zuge des 50jährigen Bestehens der Ruhr-Uni besucht der Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel den Campus. Als Grüne Jugend und GRAS sehen wir diesen Besuch mit großer Skepsis.

Deutsche Waffen für die Welt


Als Wirtschaftsminister ist er verantwortlich für die immer weiter steigenden Waffenexporte in die ganze Welt. Unter seiner Ägide ist die Lieferung von Panzern, Waffensystemen und Kleinwaffen in Krisenregionen stark angestiegen. Besonders zu verurteilen ist die starke Zusammenarbeit mit dem absolutistischen Regime in Saudi-Arabien. Dort besitzen Frauen kaum Rechte, sie werden gesteinigt, gefoltert und hingerichtet. Homosexuelle und Regimekritiker*innen werden ebenfalls verfolgt, inhaftiert, ausgepeitscht und ermordet. Saudi-Arabien ist ein Königreich und es wird politisch wie militärisch von Deutschland und Gabriel unterstützt. Derzeit führt Saudi-Arabien Krieg im Jemen. Mit deutschen Waffen wird die Bevölkerung im Jemen niedergeschlagen. Dies hat Sigmar Gabriel mit zu verantworten!

„Es gibt ein Recht darauf, deutschnational zu sein“


Gabriel ist als SPD-Parteivorsitzender leider auch offen für rechte Einstellungen. Er hat früh davon gesprochen, mit der rechten Bewegung PEGIDA zu sprechen. In dem Zusammenhang hat er sogar gesagt: „Es gibt ein Recht darauf, deutschnational zu sein“. Dies passt sehr gut dazu, dass er versucht, die SPD auf einen patriotischen Kurs zu setzen. Er hat ein Patriotismuspapier verfasst, in dem er sogar von „Überfremdung“ faselt. Er scheint eine deutschnationale Tradition der Sozialdemokratie wiederbeleben zu wollen.

Begrenzung der Einwanderung


Die Große Koalition aus Union und Gabriels SPD haben die schlimmste Asylrechtsverschärfung seit 1993 umgesetzt und zusätzlich spricht der Vizekanzler nun von einer Begrenzung der Zuwanderung, obwohl er wissen muss, dass das Asylrecht keine Obergrenze kennt. Sigmar Gabriel stilisiert sich zum Verfechter des arbeitenden Deutschen, der von Asylsuchenden bedroht wird, zugleich ist er ein willfähriger Gehilfe der deutschen Kriegsindustrie.
Es gibt also genug Gründe dafür, den SPD-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister zu verachten!

HERZLICH WILLKOMMEN AN DER RUHR-UNI!

Heute ist der erste Tag des neuen Semesters. Für viele von euch ist
es sogar der erste Tag an der Uni. Einiges erscheint euch sehr groß
und unübersichtlich, aber auch an der Uni wird nur mit Wasser
gekocht! An die Größe werdet ihr euch schnell gewöhnen.

Trotzdem ist eine Universität irgendwie auch eine neue, ganz andere
Welt. Eine Welt, die zwischen Extremen schwankt. Vieles hat sich in
den vergangenen Jahren verschult, der Unterricht ist straffer, es gibt
weniger Auswahl. Dennoch ist die Uni weiterhin ein Ort zum
Experimentieren, zum Feiern, zum Forschen, zum sich Verlieben. Einige
wollen nur schnell durch die Uni kommen, schnell einen Abschluss
machen.

Doch eine marktkonforme Hochschule ist nicht gut! Eine Uni, muss lebensfroh
sein, es muss über den Tellerrand hinaus gedacht werden und gemeinsam
für ein besseres Morgen gestritten werden.

ÖKOLOGISCH, SOLIDARISCH – GRAS


Wir sind die Grünen und Alternativen Student*innen Bochum, kurz GRAS.
Für uns ist es wichtig, dass die Ruhr-Uni sozialer, ökologischer und
demokratischer wird. Aber unser Horizont endet nicht am Campus, wir
wollen eine gerechtere, eine bessere Gesellschaft. Gesellschaftliche
Veränderung ist häufig von Universitäten ausgegangen, das wollen
wir wiederbeleben. Vielleicht habt ihr ja Lust, uns dabei zu
unterstützen und Teil der GRAS zu werden.

Dann schaut doch einfach bei unseren Listentreffen vorbei, jeden
Freitag ab 16 Uhr, im Gebäude ID, im Raum 1/405. Am 30. Oktober haben
wir einen Kennenlernabend, mit kleinem Buffet und Getränken. Besucht
uns und macht euch ein eigenes Bild von unserer bunten Gruppe. Wir
freuen uns!

Refugees Welcome



Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg, Folter, Vertreibung, Armut und Diskriminierung. Das Leid der Geflüchteten wurde von den reichen, westlichen Ländern über viele Jahre ignoriert. Und plötzlich sind die europäischen Nationalstaaten ganz überrascht, dass nach dem Zusammenbruch ganzer Regionen Menschen in Europa Zuflucht suchen. Die deutsche Bundesregierung und die anderen europäischen Nationalstaaten haben ganz klar versagt!

Ehrenamt übernimmt staatliche Aufgaben


Wenn ein Staat schon für etwas gut sein soll, dann doch wohl für die Versorgung von notleidenden Menschen. Aber derzeit wäre die Unterstützung und Verpflegung von schutzsuchenden Menschen ohne ehrenamtliche Helfer*innen nicht möglich. Obwohl die Bundesregierung über genügend Ressourcen verfügt, alle Geflüchteten gut zu versorgen. Der Wille scheint einfach zu fehlen.

trainofhope


In den vergangenen Tagen sind Züge aus südosteuropäischen Staaten in deutschen Städten angekommen, mit vielen Menschen, die fliehen mussten. In München, in Dortmund, in Hamburg oder in Saalfeld. Zusammen mit vielen, vielen anderen Helfer*innen engagierten sich einige Mitglieder der GRAS in Dortmund. Alleine am Sonntag konnten wir über 8, 9 Stunden mithelfen, Kleidung, Essen, Trinken, Hygieneartikel und anderes zu sammeln, zu sortieren und in die Fahrzeuge der Feuerwehr zu verstauen. So viel Engagement von so vielen Menschen hat uns - ehrlich gesagt - überwältigt! Und es war toll, viele engagierte Freund*innen wiederzusehen. Auch in den folgenden Tagen beteiligten und beteiligen sich einige von uns an weiteren Unterstützungsaktionen.

Nazis blockieren!


Eins störte jedoch das große Engagement. Nazis wollten ebenfalls die Geflüchteten „begrüßen“. Ihr Ziel war es zu den Hilfsgütern und sogar zu den fliehenden Menschen vorzudringen. Doch dies wussten wir gemeinsam zu verhindern. Gerade einmal 20 Nazis wollten im Hauptbahnhof in Dortmund demonstrieren, die insgesamt etwa 1.500 Unterstützer*innen der fliehenden Menschen hätten sich auch ganz einfach selber darum kümmern können, doch leider wollte die Polizei durchsetzen, dass die Nazis ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten können. Die Dortmunder Polizei setzte dabei Pfefferspray und sogar scharfe Hunde in der Bahnhofsvorhalle ein. Ein absoluter Skandal, den sogar die Bundespolizei kritisierte. Leider gab es dabei auch verletzte Antifaschist*innen. Am Ende konnten wir jedoch die Nazis und die völlig überforderte Polizei aus dem Bahnhof verdrängen.

Engagement bricht nicht ab


Auch in den folgenden Tagen brach das große Engagement für Geflüchtete nicht ab. Wir sind sehr froh, dass sich so viele Menschen engagieren. Aber wir erwarten von den staatlichen Organen endlich mehr Unterstützung und Hilfeleistung für fliehende Menschen. Die Nazis geben aber leider auch nicht auf, jedoch blieben sie an jedem weiteren Tag in Dortmund deutlich in der Unterzahl und wurden von einem Großaufgebot der Polizei geschützt. Wir werden uns weiterhin – mit vielen anderen engagierten Menschen – für Geflüchtete und gegen Nazis einsetzen!

Grenzen töten!



Jeden Tag sterben flüchtende Menschen auf ihrem beschwerlichen Weg nach Europa. Im Mittelmeer sind in den vergangenen Monaten tausende fliehende Menschen ertrunken. Auch auf dem Landweg kommen Viele um, wie zuletzt über 70 Geflüchtete in einem Lastwagen in Österreich. Die ungarische Regierung hat mittlerweile einen Grenzzaun errichtet und geht immer wieder mit Gewalt gegen fliehende Menschen vor.

Den Normalzustand aufdecken


Zusammen mit anderen Aktivist*innen haben Mitglieder der GRAS im Sommer mit symbolischen Gräbern auf die Opfer von Grenzen und Nationen hingewiesen. Überall entstanden Gräber, um das Sterben von Menschen in das Blickfeld der „normalen“ Bürger*innen zu rücken. Auch an der Ruhr-Uni konnten wir zehn symbolische Gräber aushaben. Viele Student*innen und selbst die Unileitung nahmen unsere Aktion positiv auf.

Das hässliche Deutschland


Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht eine Aufnahmeeinrichtung für geflohene Menschen in Flammen aufgeht, an dem Geflüchtete nicht angegriffen werden. Diesem rassistischen Mob und dessen geistigen Brandstifter*innen sowie Unterstützer*innen stellen wir uns weiterhin entschieden entgegen. Am Abend des 13. September hat die Bundesregierung beschlossen, wieder Grenzkontrollen einzuführen und damit die Grenzen dicht zu machen. Leider eine weitere Bestätigung für die rechten Hetzer*innen!

Für eine Welt ohne Grenzen und Nationen


Als GRAS stehen wir für eine Welt, die keine Ausgrenzung kennt. Nationen und Grenzen töten jeden Tag. Deswegen müssen wir sie einreißen! Nur eine Welt, in der Menschen nicht mehr aufgrund von Nationalität oder Herkunft diskriminiert, ausgegrenzt oder gar getötet werden, kann eine friedliche und gerechte sein.

Die GRAS ist da!


Die Ruhr-Uni und ihre Hochschulpolitik sind grau und trist, häufig deprimierend und zu konservativ. Das wollen wir ändern! Wir sind die GRAS (Grüne & Alternative Student*innen Bochum). Unser Anspruch ist es, die Verhältnisse ins Wanken zu bringen. Wir wollen die RUB bunter und linker machen.

Parteiunabhängig, links und alternativ



Am gestrigen 12. September haben wir uns im Sozialen Zentrum Bochum gegründet. Wir sind ein bunter Haufen von Student*innen. Wir sind ökologisch, solidarisch, feministisch, basisdemokratisch und engagieren uns für eine befreite Gesellschaft. Unsere Mitstreiter*innen kommen aus verschiedensten Gruppen: Wir haben Grüne, Linke, Piraten und einfach politisch interessierte Studis, z.B. aus Antifagruppen oder anderen sozialen Bewegungen. Unser Anspruch ist es parteiunabhängig zu arbeiten. Wir wollen keine Partei vertreten, sondern linke, alternative und grüne Student*innen.

Den AStA übernehmen



Eines unserer Ziele ist es, den konservativen AStA zu stürzen. Aber unser vordringlichstes Ziel ist es, den Campus, die Studierendenschaft und die gesamte Gesellschaft zu verändern. Wir wollen ein besseres Leben für Alle! Und wir werden das auch schaffen: Denn GRAS ist stärker als Beton!