Einen Monat Zeit haben wir uns genommen, um die 248 Seiten des Nachhaltigkeitsbericht 2024 des AStA durchzuarbeiten. Dazu ein Onboarding Tresen, um neue Gesichter für die Hochschulpolitik zu begeistern und weitere Arbeit und Veranstaltungen, die wir im Hintergrund organisieren und planen. Und dann das (leider bestätigte Gerücht), dass der AStA beschlossen hat, die Studierendenzeitung (:bsz) massiv umzugestalten, entgegen geltender Beschlüsse wie dem Haushalt und dem aktuellen :bsz Statut, hierzu können wir euch zum nächsten Rückblick etwas umfassender informieren.
Für heute setzen wir den Fokus auf den Nachhaltigkeitsbericht - den ihr übrigens hier findet: https://asta-bochum.de/nachhaltigkeit/). Der Bericht unterteilt sich verschiedene Abschnitte, u. a. in eine Umfrage über den Status Quo im AStA selbst, aber auch eine Umfrage die zusammen mit dem AKAFÖ an alle Studierenden gerichtet war. Und abschließend gibt es dann auch konkrete Handlungsempfehlungen (und eine Zusammenfassung für alle, denen 30 Seiten Text ausreichen). Zum Nachschlagen: ab Seite 197 das Gesamtfazit, ab Seite 238 konkrete Handlungsmaßnahmen.
Generell sehen wir in der Umfrage eine sinkende Bereitschaft, Nachhaltigkeit im AStA strukturell wie auch individuell zu denken. So sinkt die Verwendung von nachhaltigen Materialien auf Veranstaltungen, es reisen deutlich mehr Menschen mit dem PKW zum AStA an und weniger Menschen denken, dass Nachhaltigkeit Teil der AStA m-Arbeit ist. Alamierend finden wir die Zahl des weggeworfenen ungenutzten Materials, dass immerhin 7 % beträgt - hier sollte ein höheres Bewusstsein gefördert werden, ressourcenschonend zu handeln.
Aus der Umfrage die an die Studierenden ging: "Insgesamt ist das gastronomische Angebot [...] gut besucht, aber nicht immer inklusiv. Es besteht ein großer Wunsch nach mehr pflanzenbasierten, regionalen, bezahlbaren Angeboten – ohne Kompromisse bei Geschmack und Verfügbarkeit." In Zahlen bedeutet dies, dass jede*r 3. Student*in (35,7%) gelegentlich oder häufig kein Essen entsprechend der persönlichen Ernährungsform gefunden hat. Hier möchten wir das Akafö als Studierendenwerk an den Wunsch der Studierenden erinnern, und zugleich auf einen 2024 durch die GRAS intitierten Beschluss des Studierendenparlaments hinweisen, der forderte, vegane Essensangebote in den äußeren Gebäuden am Campus durchgängig anzubieten.
Konkrete Handlungsempfehlungen sind in größerer Zahl zu finden, davon umsetzbar sind als Studierendenschaft und AStA nicht alle ohne mitwirken der Universität (Umstellung der Heizart), aber an den anderen wird sich dieser AStA messen lassen müssen.
Wir fordern die E-Lastenräder die 2024 angeschafft wurden, endlich auch den Studierenden zur Verfügung zu stellen, die Kapazitäten im Nextbike Netz durch Nachverhandlungen zu erhöhen, das Gespräch mit der Universitätsverwaltung und der Stadt zu suchen und aktiv für bessere Infrastruktur für Radpendler*innen einzustehen (Duschmöglichkeiten, Überdachung, baulich getrennte Infrastruktur, VRR Fahrradmitnahme!!!), Nachhaltigkeit als Thema in allen Studiengängen zu verankern und die Buchhaltung im AStA endlich auf ein papierloses Büro umzustellen, eine Entlastung für die Mitarbeitenden, die Fachschaftsräte und natürlich auch die Umwelt!
Wie immer gilt GRAS bleibt stabil - und wenn ihr euch auch hochschulpolitisch am Campus einbringen wollt, kommt gerne zu einem unser Plena vorbei, die derzeit immer Freitags von 15-17 Uhr stattfinden!
Liebe Grüße
Eure GRAS